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Was ist ein Antikörper-Suchtest?

Autor: Christina Meier

Der Antikörper-Suchtest spielt in der Schwangerschaft und auch für die Geburt eine Rolle, wenn Sie eine Trägerin einer Blutgruppe mit einem negativen Rhesusfaktor sind. Wenn Ihr Kind nämlich einen positiven Rhesusfaktor haben sollte und im Verlauf der Schwangerschaft und vor allem der Geburt das rhesusfaktor-positive Blut in Ihren Blutkreislauf gelangt, kann Ihr Organismus nun sogenannte Gedächtniszellen gegen das Blut mit dem positiven Rhesusfaktor bilden.

Bei einer darauffolgenden Schwangerschaft mit einem rhesusfaktor-positiven Baby produziert Ihr Körper dann Antikörper gegen das Blut Ihres Babys. Dies kann schlimmstenfalls zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen Ihres Babys führen, was wiederum eine spezielle Form einer Blutarmut, eine Neugeborenengelbsucht oder gar den Tod des Babys zur Folge haben könnte.

 

Was heißt rhesus-negativ oder rhesus-positiv?

Vereinfacht ausgedrückt, befinden sich auf der Zelloberfläche von Erythrozyten mehrere Teilantigene, darunter auch das D-Antigen, welches eine enorme Antikörperproduktion auslösen kann. Erythrozyten, die auf ihrer Oberfläche dieses Antigen aufweisen, nennt man rhesus-positiv. Ist dieses D-Antigen dagegen nicht vorhanden, handelt es sich um Blut, welches rhesus-negativ genannt wird und besonders in Mitteleuropa wesentlich seltener vorkommt als Blut mit einem positiven Rhesus-Faktor.

 

Was geschieht, wenn der Antikörper-Suchtest positiv ausfällt?

Sollten Sie rhesus-negativ sein, wird Ihr Arzt sehr früh einen Antikörper-Suchtest durchführen, indem er Ihr Blut im Labor einer analytisch untersuchen lässt. Das Ergebnis wird  selbstverständlich auch in Ihrem Mutterpass eingetragen.

Sollte Ihr Antikörper-Suchtest tatsächlich positiv ausfallen, bekommen Sie rechtzeitig entsprechende Anti-D-Immunglobulin gespritzt, damit Sie keine Antikörper gegen die Erythrozyten Ihres Kindes produzieren. Diese Rhesusprophylaxe führt dazu, dass die in Ihrem Blutkreislauf befindlichen Erythrozyten Ihres Babys eliminiert werden, bevor Ihr Körper darauf mit einer Antikörperbildung reagiert und somit dann eine Sensibilisierung ausbleibt.

 

Zur Sicherheit wird ein zweiter Antikörper-Suchtest wird zwischen der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche durchgeführt. In den ersten Tagen nach der Geburt wird eine Rhesusprophylaxe durchgeführt, falls Ihr Baby Rhesus-positiv sein sollte.

 

 

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