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8. SSW: Sieht man schon etwas?

Autor: Christina Meier

Auch in der achten Schwangerschaftswoche wachsen viele Organe weiter. Der Darm beispielsweise ist sogar zu groß für die Bauchhöhle des Embryos, weshalb es etwa in der 8. SSW zu einem kleinen Nabelbruch kommt. Dies ist jedoch von der Natur so gewollt und weder gefährlich noch schmerzhaft für den Embryo.

Mittlerweile ist die mit etwas Fruchtwasser gefüllte Fruchtblase zur Heimat Ihres ungeborenen Kindes geworden. Durch das Fruchtwasser ist das Baby vor Stößen, aber auch Lärm geschützt und abgeschirmt.

Die Entwicklung Ihres Babys in der 8. Schwangerschaftswoche

Ganze 15 Millimeter ist der kleine Embryo meist schon gegen Ende der 8. Schwangerschaftswoche. Hände und Füße sind schon deutlich zu erkennen. Die oberen Extremitäten entwickeln sich wesentlich schneller als die unteren und auch der Kopf ist im Vergleich zum Rest des kleinen Körpers recht groß.

Im Kiefer sind zu diesem Zeitpunkt sogar schon die Zähne angelegt, auch wenn man dies vielleicht nicht gleich sehen kann. Doch leider wird die erste Ultraschalluntersuchung oft erst zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche gemacht, so dass Sie sich unter Umständen noch ein wenig gedulden müssen, bis Sie ihr Baby zum ersten Mal sehen können. Vielleicht haben Sie jedoch Glück und Ihr Frauenarzt macht eine Ausnahme von dieser Regelung. Sprechen Sie ihn oder sie ruhig darauf an.

 

Was sich in Ihrem Körper nun alles verändert

Auch wenn man es Ihnen vielleicht noch nicht unbedingt ansieht: In Ihrem Körper tut sich auch in der achten Woche schon recht viel.
Möglicherweise haben Sie bereits ein bis zwei Kilo zugenommen und mit einigen typischen Schwangerschaftssymptomen zu kämpfen.

Was Sie mit Sicherheit spüren werden, ist ein Druckgefühl auf der Blase, weshalb Sie wahrscheinlich schon nach relativ kurzer Zeit und wenig Trinken öfter auf Toilette gehen müssen.
Dies liegt daran, dass sich die Größe Ihrer Gebärmutter in der 8. Schwangerschaftswoche bereits verdoppelt hat und somit auf die Blase drückt.

 

Vielleicht fällt Ihnen auch auf, dass sie ein wenig kurzatmig geworden sind. Immerhin müssen Sie ja nun die größer gewordene Gebärmutter und Ihr Baby ebenfalls mit Sauerstoff versorgen. Allerdings kann hinter einer Kurzatmigkeit auch eine Unterversorgung mit Eisen stecken, weshalb es sich empfiehlt, auf eine ausreichende Versorgung mit den richtigen Nährstoffen zu achten. Bei Bedarf kann ein eisenhaltiges Präparat oder Multivitaminpräparat eingenommen werden.

Zusätzlich sollten Sie sich mehr Ruhe und Erholung gönnen, denn immerhin leistet Ihr Körper jetzt Schwerstarbeit.

Die Hormonumstellung und so manche Ängste können auch das Seelenleben für die erste Zeit ganz schön belasten. Scheuen Sie sich nicht davor, mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme darüber zu sprechen, wenn Sie sonst niemanden haben, der Ihnen dafür Verständnis entgegenbringt.

Nicht immer gelingt es dem Partner oder der restlichen Familie, sich in Ihre Situation hineinzuversetzen. Da kann es guttun, wenn eine außenstehende Person einfach nur zuhört und Ihnen Mut zuspricht.

Stimmungsschwankungen während dieser Zeit sind also nichts Ungewöhnliches und gehen auch wieder vorüber. Sollten Sie jedoch bemerken, dass Sie psychisch sehr aus dem Gleichgewicht geraten und Ihre Schwangerschaft gar nicht mehr genießen können, holen Sie sich lieber früher als später Hilfe.

Professionelle Hilfe kann eine Schwangerenberatung bieten. Aber auch ein Besuch beim Psychologen kann Klarheit über die eigenen Sorgen und Ängste verschafften und wieder den Blick nach vorne öffnen helfen.

Manchmal genügt es allerdings, einfach einmal mit einer guten Freundin zu sprechen, damit die Welt wieder in Ordnung kommt.