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Einnistungsblutung: Symptom in der Schwangerschaft

Autor: Christina Meier

Die sogenannte Einnistungsblutung oder Nidationsblutung wird oftmals mit einer leichten Menstruation verwechselt.  Wie kommt es dazu? Wurde eines Ihrer Eizellen erfolgreich befruchtet, macht es sich auf den Weg in Richtung Gebärmutter, um sich dort einzunisten.

Das lateinische Wort für Nest lautet „nidus“, daher auch der Begriff Nidations- also Einnistungsblutung. Das befruchtete Ei dringt regelrecht in die Gebärmutterschleimhaut ein. Dabei können kleine, empfindlichere Blutgefäße verletzt werden und es kommt zu einer harmlosen, unauffälligen Blutung, die manchmal auch nicht wahrgenommen wird.

Dauer und Zeitraum der Einnistungsblutung

Diese Nidationsblutung dauert im Normalfall nur ein bis zwei Tage, da sich die verletzten Blutgefäße rasch wieder verschließen und erholen. Sollten Sie eine länger anhaltende oder stärker ausfallende Blutung beobachten, die Sie nicht einordnen können, sollten Sie dies vom Frauenarzt abklären lassen.

Die Nidation, also Einnistung der befruchteten Eizelle, findet in der Regel ungefähr ab dem 6. Tag nach ihrer Befruchtung statt. Sie kann sich aber auch um einen Tag nach vorn oder hinten verschieben. Insgesamt kann die Einnistung bis zu fast einer Woche, aber auch etwas weniger dauern. In diesem Zeitraum kann es dann zu dieser leichten Einnistungsblutung kommen.

 

Einnistungsblutung oder doch Menstruation?

Falls Sie nicht sicher sein sollten, ob es sich bei Ihrer leichten Blutung um eine Nidationsblutung oder Ihre Menstruation handelt, können Sie noch ein wenig warten und dann einen Schwangerschaftstest machen. Ein Gang zum Frauenarzt kann Ihnen zusätzlich Gewissheit geben. Bei unklaren Blutungen in der Schwangerschaft sollte dieser ohnehin Ihre erste Anlaufstelle sein, denn nicht jede Blutung ist harmlos.

Der Frauenarzt kann Ihnen also auch rasch sagen, ob es sich in Ihrem Fall um eine Einnistungsblutung gehandelt hat und Sie schwanger sind, oder ob Sie eine leichte Menstruationsblutung hatten. Sollten Sie nämlich diese Einnistungsblutung mit der letzten Menstruation vor der Schwangerschaft verwechseln, wird auch der Geburtstermin Ihres Babys nicht korrekt berechnet. Es ist also immer besser, genau sagen zu können, ob es sich bei Ihrer leichten Blutung um Ihre Menstruation oder bereits eine Einnistungsblutung gehandelt hat.

 

So können Sie die Nidationsblutung von Ihrer Menstruation unterscheiden

1. Zeitpunkt des Auftretens der Blutung:
Ihre Menstruation haben Sie etwa alle 28 Tage bzw. ungefähr zwei Wochen nach jedem Eisprung. Haben Sie in den zwei Wochen nach dem Eisprung, also noch vor dem regulären Menstruationsbeginn, eine kleine Blutung, deutet dies also eher auf eine Einnistungsblutung hin.

2. Intensität und Farbe des Blutes
Ihr Menstruationsblut wird normalerweise ein kräftiges Rot aufweisen und im Verlauf der Menstruation an Intensität zunehmen und mindestens vier bis fünf Tage anhalten. Eine hellrote, leichte Blutung, die nur ein oder höchstens zwei Tage lang auftritt und dann endet, spricht also ebenfalls eher für eine Nidationsblutung.

3. Unterleibskrämpfe:
Auch wenn es am Anfang der Schwangerschaft manchmal zu einem leichten Ziehen im Unterleib kommen kann: Die eigentliche Einnistung der befruchteten Eizelle verläuft normalerweise völlig schmerzlos. Typische, leichte Unterleibskrämpfe, wie sie oftmals bei einer starken Menstruation vorkommen, kommen bei einer Einnistungsblutung nicht vor. Auch hieran können Sie also erkennen, ob es sich bei Ihrer Blutung um Ihre Menstruation oder eher um die Einnistungsblutung als eines der Symptome in der Schwangerschaft handelt.

Typische Anzeichen für eine Nidationsblutung

  • Hellrote Farbe
  • Kurze Dauer
  • Im Zeitraum zwischen Eisprung und erwarteter Menstruation
  • Verläuft schmerzfrei

 

Selbstverständlich gibt es außer dem Auftreten der Nidationsblutung und dem Ausbleiben der Menstruation noch weitere Schwangerschaftssymptome. Doch nicht bei jeder Frau sind sie gleich stark ausgeprägt. Gewissheit kann Ihnen ein richtig durchgeführter Schwangerschaftstest geben, dessen Ergebnis Ihr Frauenarzt dann auch bestätigen kann.