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Die ersten drei Wochen der Schwangerschaft

Autor: Christina Meier

In den ersten beiden Schwangerschaftswochen, die zwar mitgezählt werden, sind Sie eigentlich noch gar nicht schwanger. Da der Arzt jedoch den ersten Tag Ihrer letzten Menstruation als Basis seiner Berechnung verwendet, spricht man auch hier von den ersten zwei Wochen der Schwangerschaft.  Vom ersten Tag der ersten Schwangerschaftswoche an sind es ca. 40 Wochen, bis Ihr Kind zur Welt kommt.

Doch auch schon in den ersten beiden Schwangerschaftswochen, also bereits vor der Befruchtung, passiert einiges in Ihrem Körper. Die Gebärmutterschleimhaut wird nach erfolgter Menstruation wieder aufgebaut und Ihr Körper bereitet sich auf seinen nächsten Eisprung vor. Dieser erfolgt etwa 14 Tage nach dem ersten Tag Ihrer letzten Menstruation und macht sich bei manchen Frauen durch ein leichtes, meist einseitiges Ziehen und vermehrte sexuelle Lust bemerkbar. Manche Frau verspürt recht früh sogar schon einige wenige der typischen Schwangerschaftssymptome.

Die Tage um den Eisprung herum sind auch als „fruchtbare Tage“ bekannt.

 

 

Doch was genau passiert in den ersten beiden Schwangerschaftswochen?

In Ihrem Eierstock reift, durch verschiedene Hormone ausgelöst, ein Eibläschen  heran. Ist der Reifungsprozess abgeschlossen, wird es abgestoßen. Die reife, befruchtungsfähige Eizelle verlässt den Eierstock, was Eisprung oder auch Ovulation genannt wird. Meist handelt es sich dabei um nur eine Eizelle, die vom linken oder rechten Eierstock ausgestoßen wird. Nun wandert sie den Eileiter entlang in Richtung Gebärmutter und wartet auf ihre Befruchtung.

 

Viele Frauen verspüren während des Eisprungs ein Ziehen, den sogenannte Mittelschmerz. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen und wissen möchte, ob tatsächlich gerade der Eisprung stattfindet, kann dies zusätzlich mit der Billingsmethode überprüfen. Bei dieser Methode, die nach dem Ärzte-Ehepaar Billings benannt wurde, werden anhand der hormonell bedingten Veränderung des Zervixschleims, die fruchtbaren Tage erkannt und von der unfruchtbaren Phase unterschieden. Da der Schleim kurz vor dem Eisprung flüssiger wird, können Sie so den Höhepunkt der fruchtbaren Zeit erkennen. Denn dann ist der Schleim regelrecht flüssig und fast klar. Ist der Eisprung vorbei, wird der Schleim wieder trüber und fühlt sich zäher und klebriger an.

 

 

Mit einem Ovulationstest die fruchtbaren Tage erkennen

Noch sicherer hilft ein Ovulationstest bei der Familienplanung. Bei einem Ovulationstest wird ein Teststreifen in den Urin gehalten, welcher etwa 24 Stunden vor dem Eisprung eine höhere Konzentration des Hormons LH aufweist. Diese wird durch den Ovulationstest angezeigt, so dass Sie genau wissen, an welchem Tag die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung besonders hoch ist. Wer einen Ovulationstest kaufen möchte, muss nicht immer in die Apotheke gehen. Auch im Online-Handel sind diese Tests zu erwerben und oftmals sogar etwas günstiger.

Wachstum durch Zellteilung

 

Die Befruchtung der Eizelle

 

In der 2. (offiziellen) Schwangerschaftswoche findet dann die Befruchtung statt. Da die fruchtbare Phase also kurz vor dem Eisprung beginnt und nur bis kurze Zeit nach dem Eisprung anhält, muss die Befruchtung innerhalb dieses Zeitrahmens, der etwa zwischen einem halben und einem Tag beträgt, erfolgen.
Doch ist es dafür ist es nicht zwingend notwendig, dass Sie innerhalb dieser Zeitspanne Geschlechtsverkehr haben.
Die Spermien sind auch in Ihrem Körper noch etwa 3-5 Tage lebensfähig. Die Eizelle selbst kann nach ihrem Eisprung jedoch nur noch 24-36 Stunden lang befruchtet werden.
Da die Befruchtung gegen Ende der 2. Woche stattfindet, sind Sie nun ab Beginn der 3. Woche auch tatsächlich schwanger.
Rasch nach der Vereinigung von Eizelle und Spermium beginnt die Zellteilung und damit das Leben Ihres erst nur aus wenigen Zellen bestehenden Kindes.