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7. SSW: Der Embryo wächst und gedeiht

Autor: Christina Meier

Auch in der siebten Schwangerschaftswoche entwickelt sich Ihr Baby immer weiter voran. Zwar können Sie es auf dem Ultraschall immer noch nicht richtig erkennen, aber langsam ähnelt der Embryo immer mehr einem richtigen Baby.

Für Sie kommt nun ebenso ein wichtiger Moment: Ihr Frauenarzt wird Ihnen spätestens in dieser Woche vermutlich Ihren Mutterpass aushändigen. Dort hinein wird alles, was mit der Schwangerschaft in Zusammenhang steht, eingetragen. Außerdem können Sie in ihm auch die heiß begehrten Ultraschallbilder Ihres Babys aufheben.

In dieser Woche wird Ihr Baby etwa 5 Millimeter groß sein. Da Ihr Baby in der Gebärmutter in der typischen Embryo-Haltung liegt, kann es nicht vom Kopf bis zur Fußsohle gemessen werden. Stattdessen wird nur die Scheitel-Steißlänge, SSL abgekürzt, gemessen. Von nun an wird die Länge bei jeder Ultraschalluntersuchung gemessen und in den Mutterpass eingetragen.

 

Was sich bei Ihrem Baby in der 7. Schwangerschaftswoche alles tut

In dieser Woche entwickeln sich besonders wichtige innere Organe weiter. Zwar sind diese bereits angelegt. Lunge, Leber, Herz und Nieren reifen aber noch weiter heran. Doch auch das Gehirn muss sich noch weiterentwickeln, bis unter anderem die Teilung in Vorderhirn, Mittelhirn und Hinterhirn restlos vollzogen ist.

Die Gliedmaßen wachsen ebenso von Tag zu Tag, wobei sowohl die Knochen als auch die Muskeln schon da sind, auch wenn Sie dies alles auf dem Ultraschallbild noch nicht erkennen können.

Das Geschlecht Ihres Kindes

Obwohl das Geschlecht Ihres Kindes bereits bei der Befruchtung festgelegt ist, können Sie also noch nichts sehen, was Ihnen verraten würde, ob Ihr Baby ein Junge oder ein Mädchen ist. Ob ein Mensch männlich oder weiblich ist, wird lediglich durch ein Chromosom der Samenzelle bestimmt.

Die Eizelle trägt stets ein X-Chromosom. Die Samenzelle jedoch kann entweder ebenso Träger eines X-Chromosoms oder eines Y-Chromosoms sein.
Verschmelzen zwei X-Chromosome miteinander, handelt es sich um ein Mädchen. Treffen ein X-Chromosom und ein Y-Chromosom aufeinander, entwickelt sich daraus ein Junge.

Was sich nun alles in Ihrem Körper verändert

Nicht wenige Frauen haben in der siebten Schwangerschaftswoche mit Heißhungerattacken zu kämpfen. Während man früher sagte, die Schwangere müsse für zwei essen, setzt man heute eher auf Qualität denn Quantität. Wenn Sie sich größtenteils gesund und möglichst vollwertig ernähren, können Sie Ihren Gelüsten auch einmal nachgeben und dabei Süßes oder Saures essen.

Smoothies: Lecker und gesund

Wichtig ist, dass Sie insgesamt auf eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft achten und auch alle wichtigen Nährstoffe und ausreichend typische Schwangerschaftsvitamine zu sich nehmen.

Sie werden im Laufe Ihrer Schwangerschaft vermutlich rund 12 Kilogramm zulegen. Auch Abweichungen in die eine oder andere Richtung müssen kein Problem sein, solange Sie und Ihr Baby gesund sind. Ebenso können sich in der siebten Schwangerschaftswoche die Ihnen bereits bekannten, typischen Symptome der Schwangerschaft auch weiterhin bemerkbar machen.

Besonders folgende Symptome sollten Sie keinesfalls beunruhigen, denn sie sind für das erste Schwangerschaftsdrittel typisch und relativ harmlos:

 

Vermehrter Harndrang


Sowohl die typischen Schwangerschaftshormone als auch die vermehrte Durchblutung fördern die Bildung von mehr Flüssigkeit im gesamten Körper. Außerdem wächst die Gebärmutter mit dem Baby unaufhörlich und drückt dabei unentwegt auf die Blase. Dies alles führt dazu, dass Sie häufiger Harndrang verspüren und nicht nur tagsüber, sondern auch nachts manchmal die Toilette aufsuchen müssen.

 

Veränderte Hautfarbe der Brustwarzen
Bei manchen Frauen wird der Brustwarzenhof um einiges dunkler als gewohnt und auch die Venen an der Brust können sich weiten und kommen deutlicher zum Vorschein. Die Brust bereitet sich während der Schwangerschaft schon auf die für Sie und Ihr Baby so wichtige Stillzeit vor.
Vertrauen Sie auf die Natur Ihres Körpers, denn Ihr Körper weiß in diesem Fall genau, was jetzt zu tun ist.

 

Pigmentierungen in der Schwangerschaft
Die meisten werdenden Mütter beobachten in dieser Zeit, dass sich auch Sommersprossen oder andere Pigmentierungen verdunkeln. Oft erscheint eine pigmentierte Linie, die sich vom Bauchnabel bis zum Schambein zieht. Auch dies ist kein Grund zur Besorgnis.

 

Unterleibsbeschwerden
Durch die hormonbedingte Lockerung der Muskeln und Bänder im Unterleib kann es dort immer mal wieder zu einem unangenehmen Ziehen kommen. Ebenso führt die verstärkte Durchblutung der Unterleibsorgane manchmal zu verstärktem Ausfluss, der in der Regel harmlos ist.
Sollten jedoch Juckreiz oder brennende Schmerzen hinzukommen, informieren Sie bitte umgehend Ihren Frauenarzt. Es könnte sich um einen Scheidenpilz oder eine andere Erkrankung handeln, die mit den geeigneten Mitteln behandelt werden sollten.

 

Verstärkte Müdigkeit

Gönnen Sie sich ausreichend Ruhepausen

Das Schwangerschaftshormon Progesteron bewirkt unter anderem auch eine verstärkt auftretende Müdigkeit, weshalb Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel öfter einmal über Erschöpfung und Energielosigkeit klagen. Doch ein zu niedriger Blutdruck oder auch ein Eisenmangel können ebenfalls zu vermehrter Müdigkeit führen. Achten Sie auf eine vollwertige und gesunde Ernährung in der Schwangerschaft und nehmen Sie genügend Flüssigkeit zu sich.

Sorgen Sie auch in der siebten Schwangerschaftswoche zwischendurch für genügend Ruhepausen, achten Sie darauf, alle wichtigen Nährstoffe für die Schwangerschaft aufzunehmen und fragen Sie Ihren Frauenarzt um Rat, wenn Sie sich dennoch Sorgen machen. Ihr Frauenarzt oder Ihre Hebamme sollten ab jetzt sowieso Ihre Vertrauten und Ansprechpartner in Sachen Schwangerschaft sein. Sollten Sie ungewöhnliche Beschwerden oder einfach Sorgen haben, sprechen Sie sie an. Ein guter Frauenarzt und eine vertrauenswürdige Hebamme werden Ihnen stets mit Rat und Tat zur Seite stehen.