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Die 4. SSW: Wachstum durch Zellteilung

Autor: Christina Meier

In der vierten Schwangerschaftswoche ist aus dem befruchteten Ei schon ein regelrechter Zellhaufen geworden, der sich in der Gebärmutterschleimhaut einnistet und täglich wächst. Das Schwangerschaftshormon HCG verhindert ein Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut, wie es sonst zu dieser Zeit der Fall wäre, wenn Sie Ihre Menstruation bekämen.

 

Eine perfekte Einheit
Innerhalb der vierten Schwangerschaftswoche bilden sich der Mutterkuchen, aber auch ein kleiner Dottersack und die Fruchtwasserhöhle, in der sich das kleine Menschlein zu einem Baby heranentwickelt. Der Mutterkuchen, der auch Plazenta genannt wird, versorgt Ihr Baby mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff.

Aber auch Gifte, Medikamente und Hormone können über die Nabelschnur, die das Baby und die Plazenta verbindet, zum Embryo gelangen. Stoffwechselprodukte des Babys wiederum kommen zu Ihnen und so schließt sich der Kreis – Sie beide bilden eine perfekte Einheit, auch wenn Sie nun eigentlich zwei Menschen sind. Langsam beginnen sich die Zellen zu spezialisieren. Auf dem Ultraschallbild ist davon in der vierten Schwangerschaftswoche jedoch noch nichts zu sehen.

 

 

Was Sie in der vierten Schwangerschaftswoche noch beachten sollten

Auf vollwertige und gesunde Ernährung achten
Besonders beim Kochen und Essen sollten Sie nun etwas vorsichtiger sein. Denn so manches, was Ihnen sonst nicht geschadet hat, könnte Ihnen und Ihrem ungeborenen Kind jetzt schaden.

Rohe Lebensmittel tierischer Herkunft sollten Sie nun meiden, denn diese können ebenfalls Erreger beinhalten, die Sie und Ihr Baby nun nicht vertragen. Obst und Gemüse sollten Sie vor dem Verzehr sehr gründlich waschen und von Anfang an auf eine Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft achten.

Eventuell zusätzlich Vitaminpräparate einnehmen
Wenn Sie das Gefühl haben, sich nicht ausreichend mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen zu können, kann es ratsam sein, zusätzlich ein Präparat mit den typischen Schwangerschaftsvitaminen einzunehmen. Vielleicht wird Ihnen Ihr Frauenarzt ohnehin dazu raten.

Mit am wichtigsten in der Schwangerschaft ist jedoch Folsäure, die das Risiko bestimmter Fehlbildungen, wie beispielsweise dem „offenen Rücken“ erwiesenermaßen reduzieren kann. Folsäure ist in vielen Vitaminpräparaten für Schwangere enthalten, aber auch als einzeln einzunehmendes Präparat erhältlich.

Vorsicht: Das Baby trinkt und raucht mit!

Jedes Gläschen Rotwein am Abend und jede gerauchte Zigarette bedeuten ein gesundheitliches Risiko für Ihr Ungeborenes. Vermeiden Sie, wenn Sie können, beides vom Beginn der Schwangerschaft an und in der Stillzeit. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, mit dem Rauchen aufzuhören, können Sie einen entsprechenden Kurs belegen. Fragen Sie Ihre Krankenkasse, ob es hierfür eine Kostenbeteiligung der Krankenkasse gibt, die ja auch daran interessiert sein dürfte, dass Mutter und Kind gesund bleiben.

Manchen Frauen haben auch schon sogenannte „Nichtraucher-Bücher“ geholfen, von heute auf morgen mit dem Rauchen aufzuhören. Sollten Sie sich jedoch gar nicht vorstellen können, mit dem Rauchen aufzuhören, reduzieren Sie die Anzahl der täglichen Zigaretten, so gut Sie können und machen Sie sich nicht ständig ein schlechtes Gewissen.

Es ist nicht immer leicht, von einer festgefahrenen Gewohnheit loszulassen. Ein schlechtes Gewissen und Selbstvorwürfe helfen da auch nicht und belasten Sie und Ihr Ungeborenes nur zusätzlich. Gehen Sie bitte, nicht nur in dieser Zeit, verständnisvoll mit sich selbst und Ihren Schwächen um.

 

Auch in der Schwangerschaft ist ausreichend Bewegung wichtig

Schwimmen tut auch in der Schwangerschaft ausgesprochen gut

Wenn Sie es gewohnt sind, sich sportlich zu betätigen, sollten Sie das auch weiterhin tun, wenn nichts dagegenspricht und Ihr Frauenarzt diesbezüglich einverstanden ist. Besonders Schwimmen, Wandern aber auch Yoga können helfen, den Kreislauf in Schwung zu halten und die Muskulatur zu trainieren.

 

Schwangerschaft und Haustiere

Der frühe Umgang mit Tieren trainiert das Immunsystem

Wenn Sie eine Katze haben, sollten Sie beim Arzt überprüfen lassen, ob Sie Antikörper gegen Toxoplasmose haben.
Falls dies nicht der Fall sein sollte, wäre es sicherer, wenn vorerst Ihr Partner die Katzentoilette saubermachen würde. Denn die Erreger der Toxoplasmose, die sonst nur harmlose Erkältungssymptome verursachen, können in der Schwangerschaft eine Fehlgeburt auslösen oder Ihrem ungeborenen Baby schaden.

Ansonsten sind Haustiere und andere Tiere, mit denen Sie täglich Kontakt haben, kein Problem. Sie trainieren eher das Immunsystem und gehören ja bestenfalls zur Familie.

 

Die ersten Schwangerschaftssymptome

Einnistungsblutung
Jetzt machen sich vielleicht schon die ersten typischen Schwangerschaftssymptome bemerkbar. Es kann zum Ziehen im Unterleib und in den Brüsten kommen. Manche Frauen berichten auch über eine kleine Schmierblutung zu Anfang der Schwangerschaft. Meist handelt es sich hierbei um die sogenannte Einnistungsblutung, die jedoch harmlos ist. Sollten dagegen stärkere oder anhaltende Blutungen auftreten, sollten Sie dies beim Frauenarzt abklären lassen.

Vermehrter Harndrang
Auch über vermehrten Harndrang beklagt sich so manch eine schwangere Frau. Dieser kommt anfangs durch die Lockerung der Muskulatur zustande, die durch das Schwangerschaftshormon Progesteron gefördert wird. Später benötigt dann die Gebärmutter mit dem Kind reichlich Platz, was zusätzlich zu Druck auf die Harnblase und dadurch wiederum zu vermehrtem Harndrang führt.

Morgenübelkeit
Bei manchen Frauen stellt sich schon jetzt die so gefürchtete Morgenübelkeit ein. Die meisten Frauen haben dieses Problem jedoch nicht oder haben die Erfahrung gemacht, dass diese rasch vergeht, wenn sie noch im Bett eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Auch hier kann der Frauenarzt zu Rate gezogen werden. Eventuell könnte die Einnahme eines Homöopathikums oder das Lutschen eines Ingwerbonbons helfen. Hier müssen Sie einmal ausprobieren, was Ihnen guttut.

Vermehrte Müdigkeit
Auch tagsüber können Sie bereits in der vierten Schwangerschaftswoche öfter einmal unter Müdigkeit und Energielosigkeit leiden. Die hormonelle Umstellung auf das neue Leben kostet Energie, so dass Sie sich immer mal wieder eine Pause gönnen sollten. Ein Mittagsschlaf ist ebenso ein kleiner Luxus, der Ihnen in dieser Zeit wahrscheinlich guttun wird.

Um sicher zu gehen, dass Müdigkeit und Energielosigkeit nicht Ausdruck eines Eisenmangels sind, können Sie Ihren Eisenwert bestimmen lassen. Hierbei empfiehlt sich ein Test, der nicht nur das im Blut befindliche Eisen, sondern auch das sogenannte Speichereisen misst.
Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber. Bei einem eklatanten Mangel wird er Ihnen vermutlich empfehlen, ein hochwertiges Eisenpräparat einzunehmen. doch normalerweise können Sie mit einer vollwertigen, sogar rein pflanzlichen Ernährung ausreichend Eisen aufnehmen, um einem Mangel vorzubeugen. Denn auch für vegane Schwangere mit einem erhöhten Eisenbedarf gibt es zahlreiche Möglichkeiten, pflanzliches Eisen über die Ernährung aufzunehmen.
Falls Sie sich hierzu ausgiebig informieren möchten, empfehle ich Ihnen die Seite Vegane Eisenquellen der Peta, auf der Sie sich inspirieren lassen können.

 

Wirklich schwanger?

Schwanger oder nicht?

Auf jeden Fall werden Sie recht schnell die anfangs subtilen Symptome und Schwangerschaftsanzeichen bemerken und schnell feststellen, dass Sie tatsächlich schwanger sind. Ein Schwangerschaftstest und ein Besuch beim Frauenarzt können Ihnen das zusätzlich bestätigen.