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Mutterpass: Erste Seite erklärt

Autor: Christina Meier

Die erste Seite in Ihrem Mutterpass ist hauptsächlich für Ihre wichtigsten Kontaktdaten gedacht.
Hier stehen Anschrift und Telefonnummer Ihres behandelnden Frauenarztes und Ihrer betreuenden Hebamme. In der Regel wird dies schon von den Arzthelferinnen Ihres Frauenarztes ausgefüllt und abgestempelt, wenn Ihnen auch der Mutterpass überreicht wird. Wichtige Vorsorge- bzw. Untersuchungstermine können hier ebenfalls eingetragen werden.

 

Mutterpass: Die erste Seite

 

Diese Termine werden im Mutterpass eingetragen

In einer normalen Schwangerschaft werden es in der Regel etwa 10 Vorsorgeuntersuchungen sein, auf die Sie einen gesetzlichen Anspruch haben. Die Erstuntersuchung findet meist zwischen der 5. Schwangerschaftswoche und der 7. Schwangerschaftswoche statt, wenn der Arzt auch schon den Herzschlag Ihres Kindes feststellen kann. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche werden Sie also ungefähr alle 4 Wochen einen Vorsorgetermin haben, der in Ihren Mutterpass eingetragen wird.
Ab der 32. Schwangerschaftswoche finden die Untersuchungen dann alle zwei Wochen statt.
Folgende Kontrollen werden jedes Mal im Rahmen Ihrer Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt:

• Kontrolle Ihres Körpergewichtes
• Die Höhe Ihres Blutdrucks
• Die Beschaffenheit Ihres Urins
• Die Gebärmutter
• Besondere Auffälligkeiten
• Die Herztöne Ihres Kindes und die
• Lage Ihres Kindes

 

Nicht immer gibt es ein Ultraschallbild für den Mutterpass

 

Im Rahmen der Vorsorge wird auch Ihr Immunstatus im Hinblick auf Infektionskrankheiten wie Röteln, Hepatitis, Toxoplasmose sowie Syphilis überprüft. Die meisten Ergebnisse solcher Blutuntersuchungen finden Sie auf der zweiten Seite Ihres Mutterpasses. Aber auch auf der dritten Seite des Mutterpasses sind Ergebnisse serologischer Untersuchungen dokumentiert. Ebenso wird kontrolliert, ob eine HIV-Infektion besteht und welcher Blutgruppe Sie angehören. Es gibt also eine Menge Termine in Ihrem Mutterpass, die Sie in dieser Zeit wahrnehmen, jedoch nicht beunruhigen sollten.
Ultraschalluntersuchungen kommen dabei nicht bei jeder Vorsorgeuntersuchung zum Einsatz. Wenn Sie bei einer herkömmlichen Krankenkasse versichert sind, haben Sie auf mindestens drei Ultraschalluntersuchungen Anspruch. Hier lohnt sich eventuell ein Krankenkassenvergleich. Denn von einen rechtzeitigen Krankenkassenwechsel können Sie in der Schwangerschaft durchaus profitieren. Drei gesetzlich vorgesehene Ultraschalluntersuchungen finden jedoch immer innerhalb fester Zeiträume statt.

 

Auf diese Ultraschalluntersuchungen haben Sie einen Anspruch

Der 1. Ultraschall ist für die Zeit zwischen der 9. Schwangerschaftswoche und 12. Schwangerschaftswoche vorgesehen, doch manche Frauenärzte führen bereits zwischen der 5. und 7. Schwangerschaftswoche eine Ultraschalluntersuchung durch, um sich zu vergewissern, dass es sich um eine intakte Schwangerschaft mit einer normalen Einnistung handelt. Denn es kommt immer wieder einmal vor, dass sich das befruchtete Ei statt in der Gebärmutter im Eileiter oder einer anderen Stelle innerhalb der Bauchhöhle eingenistet hat. Eine solche Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kann für die Schwangere schnell lebensbedrohlich werden.

Die 2. Ultraschalluntersuchung findet dann zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche statt und hat hauptsächlich die Entwicklung Ihres Kindes zum Gegenstand.

Die 3. Ultraschalluntersuchung, die zwischen der 29. und der 32. Schwangerschaftswoche angesagt ist, dient dazu, etwaige Komplikationen zu erkennen, denn jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis zur Geburt. Zusätzliche Termine gibt es bei Bedarf

Scheuen Sie sich nicht, Ihren Frauenarzt nach zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen zu fragen und erkundigen Sie sich einmal nach den Kosten. Unter Umständen ist auch dies ein guter Weg, wenn Sie den verständlichen Wunsch nach mehr Bildern haben.
Auch Termine für andere, zusätzliche Untersuchungen können auf dieser ersten Seite eingetragen werden. Sollten es sich bei Ihnen um eine Mehrlings- oder Risikoschwangerschaft handeln, werden Sie selbstverständlich häufiger Untersuchungstermine haben, die ebenfalls auf der ersten Seite des Mutterpasses eingetragen werden.

 

Zum besinnlichen Schmökern für die werdende Mutter:

Der Seelenspiegel und seine Geschichten (bod.de)


*Kleine Leseprobe

 

 

 

 

 

*Eigenwerbung