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Mutterpass: Fünfte Seite erklärt

  • 23. September 202021. November 2021

Autor: Christina Meier

Auf der 5. Seite Ihres Mutterpasses geht es um die Anamnese, also Ihre Krankengeschichte. Auch wenn auf Seite 4 bereits Besonderheiten zu Ihrer Schwangerschaft dokumentiert sind, wird hier mittels eines Fragebogens nochmals genauer auf Ihren Gesundheitszustand eingegangen. Ebenso wird eingetragen, ob es sich bei Ihnen laut Ergebnis der ersten Vorsorgeuntersuchung um eine Risikoschwangerschaft handelt.
Zusätzlich wird notiert, ob ein Schwangerenberatungsgespräch stattgefunden hat.

Der Anamnesefragebogen auf der 5. Seite Ihres Mutterpasses

So etwa sieht der Anamnesefragebogen aus:

1. Familiäre Belastungen wie Diabetes, Hypertonie, Missbildungen, genetische Krankheiten, psychische Krankheiten,
sonstige Krankheiten
2. Frühere eigene schwere Erkrankungen z. Bsp. an Herz, Lunge, Leber, Nieren, ZNS, Psyche oder sonstige Erkrankungen
3. Blutungs-/Thromboseneigung
4. Allergien
5. Frühere Bluttransfusionen
6. Besondere psychische Belastungen, beispielsweise beruflich oder familiär
7. Besondere soziale Belastungen, beispielsweise Integrationsprobleme oder wirtschaftliche Belastungen
8. Rhesus-Inkompatibilität bei vorangegangenen Schwangerschaften
9. Diabetes mellitus
10. Adipositas
11. Kleinwuchs
12. Skelettanomalien
13. Schwangere unter 18 Jahren
14. Schwangere über 35 Jahren
15. Vielgebärende (mehr als 4 Kinder)
16. Zustand nach Sterilitätsbehandlung
17. Zustand nach Frühgeburt (vor Ende der 37. SSW)
18. Zustand nach Mangelgeburt
19. Zustand nach 2 oder mehr Aborten/Abbrüchen
20. Totes/geschädigtes Kind in der Anamnese
21. Komplikationen bei vorausgegangenen Entbindungen
22. Komplikationen post partum
23. Zustand nach Sectio
24. Zustand nach anderen Uterusoperationen
25. Rasche Schwangerschaftsfolge (weniger als 1 Jahr)
26. Andere Besonderheiten

Ab wann handelt es sich um eine Risikoschwangerschaft?

Risikoschwangerschaften kommen recht häufig vor, da es zahlreiche Punkte bzw. Beschwerdebilder gibt, die den Begriff Risikoschwangerschaft rechtfertigen. Dabei muss es sich nicht immer zwangsläufig um lebensbedrohliche Risiken handeln. Im Gegenteil: Sollte Ihr Arzt in Ihrem Mutterpass ankreuzen, dass es sich bei Ihnen um eine Risikoschwangerschaft handelt, können Sie sicher sein, dass Sie und Ihr Baby ganz besonders sorgfältig überwacht und untersucht werden.
Ihr Frauenarzt wird Ihnen ohnehin erklären, warum er Ihre Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft bewertet, wobei die Gründe bei genauerem Hinsehen gut nachzuvollziehen sind.
Dies sind die häufigsten Gründe, weshalb nach ärztlicher Bewertung eine Risikoschwangerschaft vorliegt:

 

1. Adipositas
2. Schwangere unter 18 Jahre
3. Schwangere über 35 Jahre
4. Sterilitätsbehandlung
5. Rasche Schwangerschaftsfolge oder Mehrlingsschwangerschaft
6. Steißlage des Kindes
7. Chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus
8. Allergien

Es gibt zahlreiche weitere Gründe, die dazu führen, dass der Frauenarzt bei einer werdenden Mutter von einer Risikoschwangerschaft spricht.

Schwangerenberatungsgespräch

Hier geht es vor allem um

1. Allgemeine Beratung unter anderem zu den Themen Beruf, Reisen, Ernährung, Genussmittel und Sport
2. Spezielle Risikoberatung und genetische Beratung
3. Schwangerengymnastik
4. Krebsfrüherkennungsuntersuchungen