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Mutterpass: Sechste Seite erklärt

  • 25. September 202021. November 2021

Autor: Christina Meier

In den oberen Spalten auf der sechsten Seite Ihres Mutterpasses werden Daten bezüglich Ihrer Schwangerschaft eingetragen. So wird beispielsweise Ihre Zyklusdauer erfragt und auch das Datum Ihrer letzten Menstruation eingetragen. Der Tag, an dem Ihre Schwangerschaft festgestellt wurde, wird ebenfalls dokumentiert und auch, in der wievielten Schwangerschaftswoche Sie zu diesem Zeitpunkt waren. Der errechnete oder gegebenenfalls korrigierte Entbindungstermin wird hier ebenso schriftlich festgehalten.

Außerdem trägt Ihr Arzt auf Seite 6 Ihres Mutterpasses nochmals besondere Befunde im Schwangerschaftsverlauf ein. Hier geht es vor allem um aktuelle Allgemeinerkrankungen, um Medikamente, die Sie einnehmen, um eventuellen Tabakkonsum und schwangerschaftsspezifische Komplikationen. So wird beispielsweise dokumentiert, ob Sie unter einer Schwangerschaftsdiabetes leiden, es sich bei Ihnen um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt oder Sie bereits vorzeitige Wehen hatten.  Hieraus kann der Arzt erkennen, ob Ihre Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft zu bewerten ist.

Die Dauer und der Grund stationärer Behandlungen werden ebenfalls auf der sechste Seite Ihres Mutterpasses festgehalten.

Diese Befunde werden insbesondere auf der 6. Seite Ihres Mutterpasses festgehalten:

  • Dauermedikation
  • Alkohol,- Tabak- oder Drogenkonsum
  • Besondere psychische Belastungen, denen Sie ausgesetzt sind
  • Besondere soziale Belastungen, denen Sie ausgesetzt sind
  • Blutungen, die vor der 28. Schwangerschaftswoche aufgetreten sind
  • Blutungen, die nach der 28. Schwangerschaftswoche aufgetreten sind
  • Eine Plazenta praevia (Hierbei liegt die Plazenta nicht an der richtigen Stelle. Als typisches Symptom für eine fehlgelagerte Plazenta gelten Blutungen aus der Vagina. Eine Plazenta Praevia kann für Sie Ihr und Baby lebensbedrohlich werden.)
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Hydramnion (erhöhte Fruchtwassermenge)
  • Oligohydramnion (verminderte Fruchtwassermenge)
  • Terminunklarheit bezüglich Befruchtung und Geburt
  • Plazenta-Insuffizienz (mangelhafte Versorgung des Kindes mit Nährstoffen und Sauerstoff über die Plazenta)
  • Isthmozervikale Insuffizienz (Muttermundschwäche)
  • Vorzeitige Wehentätigkeiten
  • Anämie
  • Harnwegsinfektionen während der Schwangerschaft
  • Indirekter, positiver Coombstest (Vorhandensein von Antikörpern gegen fremde rote Blutkörperchen)
  • Risiko, welches sich aus weiteren serologischen Befunden ergibt
  • Hypertonie (Bluthochdruck über 140/90)
  • Auffällige Eiweißausscheidung
  • Mittelschwere bis schwere Ödeme (Wassereinlagerungen)
  • Hypotonie (niedriger Blutdruck)
  • Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)
  • Lageanomalien (beispielsweise Beckenend- oder Querlage des Kindes)
  • Weitere Besonderheiten