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Vitamin C: Nicht nur für Schwangere wichtig!

Autor: Christina Meier

In der Schwangerschaft ist der Bedarf an vielen Nährstoffen erhöht. Dies gilt ebenfalls für Vitamin C, welches in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten enthalten ist. Doch wie hoch ist eigentlich der Tagesbedarf, gerade in der Schwangerschaft und Stillzeit? Normalerweise sollten (nichtschwangere) Frauen mindestens 95, Männer sogar 110 Milligramm Vitamin C täglich zu sich nehmen. Dies zumindest ist die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Doch können zahlreiche Faktoren, wie beispielsweise starkes Rauchen, den tatsächlichen Bedarf erheblich erhöhen. Für Schwangere empfiehlt die DGE eine tägliche Dosis von mindestens 105 Milligramm und mehr.

Zitrusfrüchte enthalten viel Vitamin C

Während der Stillzeit sollten Mütter 125 Milligramm Vitamin C pro Tag zu sich nehmen. Zwar handelt es sich um Schätzwerte, dennoch sind diese Angaben ernst zu nehmen, denn der Körper kann es nicht speichern und ein langanhaltender Mangel kann nicht nur in der Schwangerschaft fatale Folgen nach sich ziehen.

Da ein Mangel dieses Vitamins unter anderem auch mit der Häufigkeit von Infekten in Verbindung gebracht wird und der Bedarf in Schwangerschaft und Stillzeit erhöht ist, kann es bei unzureichender Zufuhr zu einer erhöhten Infektanfälligkeit kommen. Doch Vitamin C wird zudem auch für den Aufbau von Knochen, Zähnen sowie dem Bindegewebe – auch des Ungeborenen – benötigt. Nicht immer muss dafür ein Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, denn dieses Vitamin ist in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten.

Ascorbinsäure als Nahrungsergänzungsmittel

Wer jedoch ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte, sollte auf ein hochwertiges, möglichst natürliches Produkt zurückgreifen. Denn es gibt hinsichtlich der Qualität erhebliche Unterschiede zwischen einer synthetisch hergestellten Ascorbinsäure und dem Vitamin C aus Gemüse und Früchten. Letzteres gibt es auch in Form hochwertiger Produkte, die wir nur jedem ans Herz legen können, der dieses Vitamin zusätzlich einnehmen möchte. Besonders viel hochwertiges, da natürliches Vitamin C enthält die Acerola-Kirsche, die es in pulverisierter Form als Nahrungsergänzungsmittel gibt. Sie steht sogar weltweit an dritter Stelle, was ihren Gehalt an Vitamin C betrifft.

Es gibt sogar Wissenschaftler, die der Meinung sind, dass unsere Vitaminversorgung – auch die von Vitamin C – erhebliche Mängel aufweist. Ein wichtiger Nebeneffekt einer ausreichenden Versorgung ist die verbesserte Aufnahme von Eisen, welches in Schwangerschaft und Stillzeit ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Lesen Sie hierzu auch die Artikel Vitaminbedarf in der Schwangerschaft und Vitamine in der Schwangerschaft: Jetzt noch wichtiger!.

Ascorbinsäure als Zusatzstoff in der Lebensmittelindustrie

Als konservierender Zusatzstoff und weil es für den Erhalt der ursprünglichen Farben von Lebensmitteln sorgt, wird es außerdem in der Lebensmittelindustrie verschiedenen Produkten beigegeben. Die Bezeichnungen E300, E301, E302, E303, E304 , E315 sowie E316 sind allesamt Bezeichnungen für in der Regel synthetisch hergestellte Ascorbinsäure gentechnische Ascorbinsäure, die dann als „natürliche Ascorbinsäure“ bezeichnet wird. Zum Teil sind diese Zusatzstoffe sogar für Bio-Produkte zugelassen.

L-Ascorbinsäure

Ascorbinsäure kommt in unterschiedlichen Formen vor. Lediglich die sogenannte L-Ascorbinsäure ist biologisch wertvoll, da sie eine nachhaltige Wirkung auf die Gewebe des Organismus ausübt.

 

Die Aufgaben von Vitamin C im Organismus

Bei diesem Vitamin  handelt es sich um ein wasserlösliches Vitamin, welches der Körper des Menschen nicht selbst herstellen kann und deshalb mit der Nahrung regelmäßig zugeführt werden muss. Es kommt überwiegend, aber nicht nur, in Zitrusfrüchten und frischem Gemüse vor.

Besonders für die Abwehr bzw. ein gut funktionierendes Immunsystem soll das Vitamin eine Rolle spielen. Doch auch für die Aufnahme und Verwertung von Eisen kann das Vitamin von Vorteil sein. Außerdem wird es benötigt, um beispielsweise Noradrenalin und Adrenalin herzustellen. Als „Radikalfänger“ ist dieses Vitamin ebenfalls schon lange bekannt. Zudem soll es sich hemmend auf die Bildung von Nitrosamine auswirken, die mit dem Entstehen von Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Auch für eine gut funktionierende Wundheilung wird Vitamin C benötigt. In Kosmetikprodukten soll es der Hautalterung entgegenwirken.
Zwar ist es wissenschaftlich bislang nicht eindeutig belegt, dass es Erkältungen vorbeugen kann. Dennoch ist eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin lebenswichtig und ein Mangel eine Katastrophe, nicht nur in der Schwangerschaft.

Ein echter Mangel kommt, heute und hierzulande, jedoch eher selten von, da unser täglicher Speiseplan meist solche Mengen an Vitamin C enthält, dass es nicht zu ernsthaften Mangelsymptomen kommt.

 

Erhöhter Bedarf an Vitamin C bei Rauchern

Raucher haben einen höheren Bedarf als Nichtraucher, weshalb ein Mangel bei einem starken Raucher eher auftreten dürfte als bei einem Nichtraucher. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher eine Aufnahme von 135 Milligramm täglich für Raucherinnen bzw. 155 Milligramm für Raucher.

Symptome bei Vitamin-C-Mangel

Ein gravierender Vitamin-C-Mangel hatte früher zur der bekannten „Seefahrerkrankheit“ Skorbut geführt. Auf den langen Seereisen gab es kaum frisches Obst oder Gemüse, so dass es nach einigen Wochen zu dieser gefürchteten Mangelerkrankung kam und den Seefahrern buchstäblich die Zähne ausfielen. Doch welche Symptome deuten heute auf einen (hoffentlich) leichteren Mangel hin?

Bei einem schwereren Mangel kann es zu Immunschwäche, Müdigkeit, Schwächegefühlen und schmerzenden Muskeln oder Gelenken kommen. Doch auch immer wieder auftretende Zahnfleisch- bzw. Schleimhautblutungen (auch Petechialblutungen), eine schlechte Wundheilung sowie die Neigung zu Ödembildung können mit einer schlechten Vitamin-C-Versorgung zusammenhängen.

 

Interessant:

Werdende Mütter, die während der Schwangerschaft rauchen, sollten einer amerikanischen Studie zufolge bis zu 500 Milligramm Vitamin C zu sich nehmen. Denn dies soll die Lungenfunktion des Babys rauchender Mütter fördern und schädliche Auswirkungen reduzieren. Zwar sollen die Lungenwerte immer noch unter denen der Neugeborenen nicht rauchender Mütter liegen. Dennoch soll eine signifikante Verbesserung gegenüber der Vergleichsgruppe rauchender Mütter ohne Vitamin-C-Supplementierung deutlich zu erkennen sein.

Quelle: Thieme: „Vitamin C bei Raucherinnen in der Schwangerschaft“ von Dr. E. Ruchalla

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