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Was ist Vitamin D?

Autor: Christina Meier

Wichtige Anmerkung:
Das Thema Vitamin D ist äußerst umfangreich und kann nicht in einem einzigen Beitrag ausführlich behandelt werden. Daher ist hier nur ein kurzer Überblick gegeben, der allenfalls in das Thema einführen soll. Aus diesem Grund werden nach und nach weitere Beiträge zu diesem so wichtigen Thema folgen.

Das Sonnenvitamin

Der Begriff Vitamin D ist so eigentlich nicht ganz richtig, denn bei dieser Verbindung handelt es sich genau genommen nicht um ein Vitamin, da es eher wie ein Hormon wirkt und bei ausreichendem Aufenthalt im Sonnenlicht vom Körper in unterschiedlichen Mengen selbst hergestellt werden kann. Die sollte man beim Lesen oder Sprechen über das Sonnenvitamin stets im Hinterkopf behalten.

Vitamin D ist nicht nur für den Kalziumhaushalt und die Mineralisation von Zähnen und Knochen unentbehrlich. In geringen Mengen kann der menschliche Organismus das fettlösliche Vitamin sogar mit der entsprechenden Nahrung aufnehmen. Doch vor allem durch die Exposition im Sonnenlicht stellt der Körper das Sonnenvitamin selbst her. Erfahren Sie hier kurz und bündig, warum dieses Sonnenvitamin auch für Sie so wichtig ist.

Vitamin D2 und Vitamin D3

Da der Organismus das Sonnenvitamin bei entsprechender Sonnenbestrahlung selbst herstellen kann und es im Körper tatsächlich in das Hormon Calcitriol umgewandelt wird, handelt es sich bei diesem Vitamin genauer gesagt um eine hormonelle Vorstufe. Das vom Körper gebildete Vitamin D ist sozusagen die inaktive Form, während es sich bei Calcitriol um die aktive Form des Sonnenvitamins handelt.

Das sogenannte Vitamin oder Prohormon D 2 (Ergocalciferol), welches meist aus Zuchtchampions oder anderen veganen Quellen stammt, wird vom Körper in das effektivere Vitamin D 3 bzw. im weiteren Verlauf ebenso zu Calcitriol umgewandelt wird.

Die körpereigene Produktion von Vitamin D

Vitamin D wird vom Körper (in der Haut) selbst produziert, wenn er denn ausreichend der UV-B-Strahlen der Sonne ausgesetzt war. Genau genommen entsteht vorerst eine sogenannte Vorstufe, nämlich das Provitamin D3, welches in der Leber aus Cholesterin hergestellt und durch die auf die Haut treffenden UV-B-Strahlen in das Prävitamin D3 umgewandelt wird. Dieses erst wird jedoch, ebenfalls unter Mithilfe der UV-B-Strahlen, in das eigentliche, aktive Vitamin D3 umgewandelt.

Das für den gesamten Organismus so unentbehrliche Vitamin ist also eine fettlösliche Verbindung, die als Cholecalciferol in der Leber zuerst in Calcidiol und dann in der Niere in die aktive Form (Calcitriol) umgewandelt wird. Doch ebenso kann Vitamin D als 25-Hydroxy-Vitamin-D bzw. Calcifediol im Organismus gespeichert werden.

Ohne Sonne kein Leben

Da die Sonnenstrahlung jedoch von Oktober bis mindestens März vor allem in Mittel- und Nordeuropa kaum bzw. zu schwach auf die Erde und schon gar nicht auf die nackte Haut trifft, kommt es in dieser Zeit nicht zu einer ausreichenden Vitamin-D-Produktion.

Konnte der Körper während der Sommermonate seinen Vitamin-D-Speicher, der sich im Fett- und Muskelgewebe befindet, auffüllen, kann er in der dunklen Jahreszeit wenigstens für eine kurze Zeit auf das dort gespeicherte Calcifediol zurückgreifen. Doch da durch unsere moderne Lebensführung meist eher wenig des Sonnenvitamins gespeichert wird, ist dieser Speicher entsprechend schnell bzw. früh leer. Daher haben viele Menschen gerade auch im deutschsprachigen Raum und nördlichen Europa einen eklatanten Mangel an diesem unentbehrlichen Vitamin.

Mein Tipp:
Wenn Sie bislang noch kein hochwertiges Vitamin-D-Präparat zu sich nehmen, sollten Sie spätestens im Januar einmal Ihren Vitamin-D-Spiegel im Blut messen lassen. Lassen Sie sich diesen schriftlich aushändigen und recherchieren Sie einmal, ob dieser mit den schon eher niedrig angesetzten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung übereinstimmt oder ein besorgniserregender Mangel besteht.

Was bewirkt Vitamin D im Körper?

Fast jeder weiß, dass dieses Vitamin für die Kalziumaufnahme im Darm und die Mineralisation der Knochen und Zähne benötigt wird. Zudem ist es von Beginn an sowohl für die Bildung als auch die Reifung der Knochenstammzellen unentbehrlich.

Doch das Sonnenvitamin hat noch zahlreiche weitere Aufgaben, wie zum Teil neuere Studien belegen:

Vitamin D ist ein wichtiger Immunmodulator. Es reguliert die Immunantworten auf Reize wie Viren, Bakterien, Gifte und andere schädliche Beeinflussungen, die zu Entzündungsreaktionen führen können. Somit unterstützt es eine angemessene Immunabwehr, so dass es weder zu einer mangelnden Abwehr noch zu einer überschießenden Reaktion des Immunsystems kommt. Denn dieses würde unter anderem das Entstehen zahlreicher Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise Diabetes Typ 1 fördern.

Gerade in der Schwangerschaft kann ein Vitamin D-Mangel der Mutter zu einer beim Kind später auftretenden Disposition für bestimmte Autoimmunerkrankungen führen. Doch selbst bei einem Ausbruch einer Autoimmunerkrankung wird meist das Zuführen des Sonnenvitamins als Nahrungsergänzungsmittel empfohlen – in der nicht ganz unberechtigten Hoffnung, dass dies einen günstigen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Autoimmunprozesses ausübt.

Auch eine neuroprotektive Wirkung der Gehirnnervenzellen durch Vitamin D konnte mittlerweile nachgewiesen werden. Denn vor allem im Hypothalamus, dem Hypocampus, der Substancia nigra und anderen wichtigen Hirnregionen befinden sich zahlreiche Vitamin D-Rezeptoren. Diese Bereichen stehen unter anderem in Zusammenhang mit der Entstehung von Parkinson, Demenz und dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom.

Denn das Sonnenvitamin reguliert ebenso den Aufbau bzw. die Reifung wichtiger Strukturen wie Nervenzellen und übt zudem einen antioxidativen und antientzündlichen Einfluss aus.
Außerdem begünstigt es die Verfügbarkeit des Nervenwachstumsfaktors BDNF, welcher ebenso einen nervenzellschützenden Effekt ausübt.

Es wirkt sich positiv auf Herz und Kreislaufsystem aus. Umgekehrt soll ein Mangel mit schwerwiegenden Krankheitsbildern des Herz-Kreislaufs sowie arteriellen Entzündungen in Zusammenhang stehen, wie Studien aus Dänemark und den USA unlängst belegen konnten.

Ebenso wird eine Schutzwirkung gegen das Entstehen von Krebs immer wahrscheinlicher, wie eine Aussage von verschiedenen Forschern des Deutschen Krebsforschungszentrums erst kürzlich lautete. So könnte die tägliche Einnahme von ausreichend Vitamin D das Krebsrisiko um ganze 13 Prozent senken – so das Ergebnis dreier entsprechender Meta-Analysen.

Nach wie vor ist Vitamin D für die Aufnahme von Kalzium durch den Darm sowie für die Einlagerung in Knochen und Zähne unerlässlich, weshalb schon Babys dieses Vitamin früh zugeführt bekommen. Denn diese wären bei einem Mangel besonders betroffen, da der Körper noch im Wachstum ist und es bei fehlender Stabilität der Knochen vor allem zu starken Deformierungen (Rachitis) kommen würde.

 

 

Fazit:
Vitamin D ist also weder ein (herkömmliches)Vitamin noch sollte seine Bedeutung für Säugetiere wie den Menschen unterschätzt werden. Der Bedarf an dieses Vitamins wird vielen Experten zufolge meist nicht hoch genug geschätzt. Hier weichen die Meinungen stark auseinander. Fest steht jedoch, dass neuere Studien auf einen weitaus höheren Bedarf nicht nur in Schwangerschaft und Stillzeit hinweisen.

Sehr empfehlenswert ist das Buch „Vitamin D: Immer, wenn es um Leben und Tod geht“.
Dieses umfangreiche und in meinen Augen bahnbrechende Buch wurde gemeinsam von Professor Dr. med. Spitz und Sebastian Weiß verfasst. Professor Dr. med. Spitz ist Facharzt für nukleare Medizin und Präventionsmediziner. Daneben gründete er vor einiger Zeit sowohl eine Stiftung, die sich der Information und Prävention in Sachen Gesundheit verschrieben hat als auch die Akademie für Humanmedizin.

Er ist Autor bzw. Herausgeber zahlreicher Fachpublikationen rund um das Thema Vitamin D und hat ein ganzheitliches Konzept zur Prävention (Spitzen-Prävention) entwickelt. Auf SonnenAllianz – Sonne fürs Leben – sind seine Forschungs- und Rechercheergebnisse und vieles mehr rund um Vitamin D zu entnehmen.
Auf Youtube hält er regelmäßig Vorträge über Vitamin D und neueste, oftmals verblüffende Erkenntnisse über das Sonnenvitamin.

Sebastian Weiß ist Mit-Autor des Buches und schreibt ebenfalls für die Sonnenallianz, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, objektiv und unabhängig über das Thema Vitamin D zu berichten. Er arbeitet mit Professor Dr. med. Spitz zusammen an mehreren Projekten zu diesem umfangreichen Thema, ist Geschäftsführer von Valeo Vita und war so freundlich, mir dieses empfehlenswerte Buch zu Recherchezwecken kostenlos zur Verfügung zu stellen. Für die Partnerschaft und gute Zusammenarbeit mit bin ich sehr dankbar und kann die erprobten Produkte von Valeo Vita nur wärmstens empfehlen. Da das Thema Vitamin D niemals ausgeschöpft sein dürfte, werden auf dem Mutter-Kind-Portal auch in Zukunft weitere Beiträge über dieses lebenswichtige Hybridhormon erscheinen, die darüber aufklären sollen, wie wichtig dieses Vitamin für unser aller Gesundheit ist.

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