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Was hilft bei Schwangerschafts-Streifen?

Autor: Christina Meier

So schön sind Schwangerschaftsstreifen leider nicht….

Dehnungsstreifen, wie sie in der Schwangerschaft entstehen können, sind irreparable Schädigungen der Hautfasern und Risse im Bindegewebe durch hormonelle Veränderungen oder Überdehnungen. Sie treten nicht bei jeder Frau und wenn, dann auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Schwangerschaft auf.

Oftmals liegt dem Geschehen auch eine genetische Veranlagung zugrunde. Dermatologen sprechen auch von einer verminderten Aktivität der Fibroblasten. Schwangerschaftsstreifen sehen aus wie Narben und kommen überwiegend an Busen, Oberschenkeln und vor allem dem Bauch vor und treten mitunter auch unabhängig von einer Schwangerschaft auf. In der Medizin spricht man von Striae cutis oder auch Striae distensae.

 

Wie werden unschöne Schwangerschaftsstreifen vom Dermatologen behandelt?

Ein Dermatologe (Hautarzt) kann die lästigen Streifen unter anderem mit einer fraktionierten Lasertherapie oder gezielten Mikromassagen, speziellen Peelings und Needlings behandeln. Beim Mikroneedling werden Substanzen in die Haut eingebracht, die zudem die Aktivität der Fibroblasten erneut fördern sollen. Alle Verfahren sollen nicht immer völlig schmerzfrei sein, bei rechtzeitiger Behandlung jedoch oftmals gute Erfolge erzielen.

Der Nachteil einer solchen Behandlung beim Dermatologen:

Die Kosten, die eine solche Behandlung mit sich bringen, werden in der Regel nicht vor der Krankenkasse gedeckt, sondern müssen von Ihnen selbst getragen werden, da es sich bei den Schwangerschaftsstreifen lediglich um ein kosmetisches, jedoch nicht gesundheitliches Problem handelt.

 

Was Sie selbst gegen die lästigen Streifen tun können

Vorbeugen ist in jedem Fall besser als Versuch die Schwangerschaftsstreifen nachträglich zu kaschieren oder zu behandeln. Doch nicht immer lässt es sich vermeiden, dass diese Bindegewebsrisse entstehen. Trotzdem gibt es einige Tipps aus der Volksheilkunde, die einen positiven Einfluss auch die Haut in der Schwangerschaft ausüben sollen. Neben einer gesunden Ernährung in der Schwangerschaft und der Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen, sollten Sie demnach also die folgenden Tipps beherzigen:

1. Trinken Sie täglich ausreichend Wasser. Mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollten Sie täglich zu sich nehmen. Außer einem guten Mineralwasser können Sie vor allem auch wohltuende Schwangerschaftstees trinken und über Obst und Gemüse zusätzlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Ausreichend Flüssigkeit sorgt für die Geschmeidigkeit von Haut und Bindehaut und kann so helfen, Rissen und Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

2. Betreiben Sie auch während der Schwangerschaft ein wenig Sport und sorgen Sie für tägliche Bewegung. Als Sportarten eignen sich Yoga in der Schwangerschaft, Schwimmen und andere Sportarten, die keine Gefahren für Sie und Ihr Kind darstellen.

3. Sie sollten vorzugsweise einen qualitativ guten Schwangerschafts-BH tragen, um gezielt Dehnungsstreifen am Busen zu vermeiden und das Brustgewebe zu stützen. wenn Sie Ihre ungefähre Größe kennen, können Sie diesen auch im Internet bestellen. Bei Careshop.de gibt es empfehlenswerte Schwangerschafts-BHs, die nicht nur schick aussehen, sondern auch noch später als Still-BHs weiter getragen werden können.

4. Cremes und spezielle Öle sollen der Entstehung von Schwangerschaftsstreifen ebenfalls vorbeugen. Sie können durch ihren Gehalt an Feuchtigkeit lästigen Juckreiz eindämmen und können behutsam in die Problemzonen einmassiert werden.

5. Wechselduschen oder kaltes Abduschen soll die Durchblutung fördern und sich so positiv auf das Bindegewebe und die Haut auswirken. Überfordern Sie sich und Ihr Baby aber nicht mit zu kalten Güssen am Bauch. Für die Oberschenkel ist dies aber auch in der Schwangerschaft ein probates Mittel zur Durchblutungsförderung.

6. Trockenbürstenmassagen mit einem Massagehandschuh oder einer speziellen Bürste wirken sich durchblutungsfördernd aus und sollen die Elastizität der Haut fördern.

7. Manche werdenden Mütter haben recht gute Erfahrungen mit Schüsslersalben oder den entsprechenden Schüsslersalzen gemacht. Besonders das Schüsslersalz Calcium fluoratum soll das Bindegewebe stärken und pflegen.

Wie auch immer Sie Ihre Haut pflegen und hegen: Trotzdem können Sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Diese verblassen mit der Zeit jedoch immer mehr und sind meist kein Grund, sich zu grämen. Sollten Sie dennoch sehr unter diesem Erscheinungsbild leiden, sollten Sie doch einmal einen Hautarzt fragen, welche Behandlungsmöglichkeiten er anbietet und welche Kosten damit auf Sie zukommen würden. Ansonsten werden und sind diese Überbleibsel der Schwangerschaft einfach eine Erinnerung an diese Zeit, in der Ihr Kind Ihnen so nah wie niemals wieder war.

 

Ich selbst kann Ihnen das Schwangerschaftspflegeöl von Weleda empfehlen.

Ich habe drei Kinder und nicht einen Schwangerschaftsstreifen. Ob das an meiner genetischen Veranlagung, an viel Bewegung, der Ernährung oder tatsächlich an dem Öl oder allen Faktoren gemeinsam liegt, kann ich Ihnen nicht sagen. Ich hatte und habe aber das Gefühl, dass das regelmäßige Einreiben mit diesem Öl wesentlich dazu beigetragen hat. Daher ist dies wie immer kein bezahlter Werbelink, sondern eine echte Weiterempfehlung aufgrund eigener, positiver Erfahrungen.